4. Potsdam Open

Wenn sich vier berufstätige Freitags um 6:00 Uhr morgens aufmachen muss das schon einen besonderen Grund haben und dieser war für uns eine ausnahmslos gelungene Discgolf Großveranstatung im schönen Potsdam, schlappe 550km von Köln entfernt.

Damit wir es auch einigermaßen bequem hatten, haben Toby, Ralle, Jones und ich uns darauf geeinigt einen Kombi oder ähnliches zu mieten, deswegen startete unsere Reise mit einem Abstecher bei Sixt. Dort schon der erste Schock für Ralle, wir haben einen Ford zugewiesen bekommen! Und auch noch ein Benziner! Dafür war aber wenigstens die Mitarbeiterin ziemlich unfreundlich.

Nach einer unproblematischen Hinfahrt waren wir schon vormittags im Volkspark um uns den Parcour noch vor dem Doubles einmal an zu sehen. Mein erster Eindruck war sehr positiv auch wenn es bei mir direkt nach zwei Probewürfen auf einer offenen Wiese suchen angesagt war.

Nach ein paar Bahnen ging es dann erst mal zur Mietwohnung bei der wir um 14 Uhr mit dem Vermieter verabredet waren. Dort wurden wir sehr freundlich von einer Putzhilfe mit „O Gott sind sie schon da“ begrüßt. Nachdem wir dann ein wenig auf die Schlüsselübergabe gewartet haben ging es wieder in den Volkspark wo wir erst mal die angebrochene Runde vom Vormittag zu ende zu spielten. Direkt im Anschluss ging es dann zur Anmeldung fürs Doubles.

Toby und ich hatten uns fest vorgenommen  das Kölner Dreamteam Ralle und Jones, zumindest im Doubles, etwas Konkurrenz zu machen. Als wir nach der dritten Bahn immer noch Par waren, Jones und Ralle bei -3, haben wir uns das recht schnell abgeschminkt.

Auch wenn es für uns eher deprimierend war haben wir eine tolle Runde beiwohnen dürfen. Highlight war ein 15 Meter  „no look über den Hügel Putt“ zum Birdie an der Bahn 17  von Ralle. Leider haben sich die beiden erst an Bahn 18 einen gemeinsamen Patzer (beide O.B.) erlaubt  und so den Doubles Sieg um einen Wurf verpasst.

Freitag Abends sind wir dem Rat unseres Vermieters gefolgt und haben der örtlichen Gaststätte einen Besuch abgestattet und gemerkt, dass XL Schnitzel am Schnitzeltag total unnötig gewesen ist, da war das Auge wieder größer!

Obwohl nicht aufgegessen, wurden wir Samstags vom tollen Wetter und freundlichen Hyzernauts begrüßt. Alles war Top organisiert, für warme und kalte Getränke vor und während der Runden sorgte ein stylischer Kaffeebus. Nach dem Playersmeeting ging es auf die ersten Runde. Toby, Ralf und Jones spielten gutes Discgolf und waren alle drei auf Kurs ins Halbfinale. Ich bin leider miserabel ins Turnier gestartet (eine Acht auf der Acht…) und fand das anze Wochende nicht mehr wirklich ins Spiel zurück.

Erwähnenswert ist vor allen Dingen das sehr gute Catering während des zweitägigen Turniers. Vom Koch selber serviert gab es für kleines Geld leckeres und bekömmliches Mittagsessen. Abends wurde fachmännisch das vorbestellte Grillgut zubereitet und bildete eine Grundlage für das spätere Frisbeespektakel.

Zuerst ging es darum den King of the Park aus rund 50 begeisterten Discgolfern zu küren. In verschiedenen Disziplinen (Pin Putting, Speedputting, Dosen Drive und ein Aproachcontest) Punkte zu sammeln. Völlig souverän holte Jones den Titel nach Köln und es sollte nicht sein einziger bleiben.

Unmittelbar im Anschluss ging es rüber zur Bahn 1 die im dunkel der Nacht hell erleuchtet wurde. Einzelne Eichen wurden in farbiges Licht gehüllt und helle Spots entlang des Fairway sorgten für gute Sicht auf den beleuchteten Korb. Am Tee mit Schnaps aus einer Magnumflasche begrüßt gab es eine kurze Einweisung zu nächtlichem Ace Race. Die legendäre Bahn wurde zuerst in Ihrer Originallänge gespielt. Nachdem im ersten Durchgang niemand das geforderte Ass geworfen wurde mussten erstmal alle an der Vodka Rutsche antreten. Bei der für mich bisher unbekannten Motivationshilfe wird in einen Eisblock eine Rinne geritzt um den Vodka angenehm temperiert an den unten wartenden Discgolfer zu verabreichen.

Dem Jones und zwei anderen Golfern ist der Vodka wohl am besten bekommen und nach der zweiten Bahnverkürzung vielen dann gleich drei Asse. Im closest to the pin Stechen setzte sich Jones durch und sicherte sich den Hauptpreis in Form eines abgefahrenen selbstgemalten Discgolfbild!

Die meisten machten sich gegen 24 Uhr auf den Heimweg, schließlich ging es am nächsten morgen um 08:30 Uhr weiter. Noch euphorisiert von dem ganzen Tag entschieden wir uns noch was zu bleiben und die restlichen Biere die andauernt wieder auftauchten zu vernichten . Erst als es wirklich nichts mehr gab haben wir unsere Übernachtungsgäste Micha aus Bremen und Greg aus Berlin eingepackt und ein Taxi gerufen. Mit smoothen Raggaesounds die DJ Jones aus dem Taxi Radio raus holte ging es, mit einem kleinem Abstecher an der Tanke (Danke für die Tanzeinlage Greg!) nach Hause.

Um halb sieben klingelte auch schon wieder der Wecker, dass wir frisch wie der Frühling waren und uns direkt auf zum Platz gemacht haben steht ja außer Frage.

Für Toby, Ralle und Jones hieß es nix mehr fürs Halbfinale anbrennen lassen, ich hatte mir eine Ehrenrettung erhofft… Leider haben wir uns alle am Sonntag nicht verbessern können aber der Einzug in das Halbfinale für die drei war in trockenen Tüchern.

Erwähnenswert waren am Sonntagmorgen zwei Asse auf der Aceracebahn vom Vorabend die Jerome Braun und Greg Marter mit ihren jeweiligen ersten Wurf unmittelbar hintereinander geworfen haben… Respekt!

Im Halbfinale passierte soweit nichts überraschendes, dafür war das Finale der Open ein wahrer Krimi. Auf den letzten drei Bahnen ließ sich Jerome Braun vier Würfe von der Konkurrenz abnehmen und so kam es zum Stechen zwischen Ronny Linnecke, Jerome Braun und Greg Marter.

Ronny wurde von den beiden recht zügig rausgekegelt. Erst nach der dritten Bahn im Stechen erlöste Greg seinen gesponsorten Jerome und die Crowd und versemmelte, ganz untypisch, aus sechs Metern den Putt.

Bei der anschließenden Siegerehrung konnte Jones die dicken Preise fürs AceRace und King of the Park entgegen nehmen, nachdem Ralf und Jones dann auch noch das Preisgeld für das Doubles abgeholt hatten konnten wir uns gegen Sieben Uhr auf den Weg nach Köln machen.

Leider wurde die Rückfahrt nochmal zur kleinen Odyssee mit kilometerlangem Stau nachts um Ein Uhr. Toby hatte leider den schwarzen Peter gezogen und musste am Montag schon wieder arbeiten, das hieß dann zwei Tage hintereinander eher unkomfortable drei Stunden Schlaf…

Abschließend kann ich noch die Blogs von Moe http://zsuwd.de/blog/?p=9528 und Greg http://golfdiscs.wordpress.com/2012/08/13/potsdam-open-2012/ für weiteres Bild und Textmaterial wärmstens weiter empfehlen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alles in allem ein, mal wieder, grandioses Wochenende! Was noch fehlt ist natürlich ein riesen großes Lob an alle die dieses Spektakel überhaupt möglich gemacht haben. Danke an die HYZERNAUTS!!

Simon

 

 

Tags »

Autor:
Datum: Mittwoch, 22. August 2012 22:44
Trackback: Trackback-URL Themengebiet: Allgemein, Turniere

Diesen Artikel kommentieren

4 Kommentare

  1. 1

    Gute Bildauswahl und danke fürs einstellen, das Bild vom Greg ist der Knaller!

  2. 2

    Geiler Bericht! Nächstes Jahr MUSS ich auch mitkommen!!

  3. 3

    Das ist die neue Discmania Tasche, sieht eigentlich ganz gut aus aber Gregs Kopf in Lebensgröße muss ja nicht sein :-)

  4. 4

    Oh man, jetzt erkenn ichs auch. War ja mal unter Trampern modern große Teddys mitzunehmen um vertrauenwürdiger aus zu sehen!
    Discgolfer brauchen den “Greghead: lets do it for the score!”

Kommentar abgeben